Willkommen im Braemar Castle, das von der Gemeinde geführt wird

 

  • Es wurde im Jahre 1628 vom Grafen Mar erbaut
  • Vom schwarzen Kolonel John Farquharson 1689 niedergebrannt
  • Garnison für die Hannoveranischen Truppen nach  der Schlacht von Culloden (1746)
  • In den letzten 200 Jahren Familiensitz der Farquharsons von Invercauld
  • Heute wird es von der Gemeinde Braemar betreut und geführt.

Obwohl das Braemar Castle mit seinen Verteidingsungsgittern und seiner Ringmauer  wie ein Fort aussieht, war es in erster Linie als Jagdsitz gedacht, sodass der Earl (Graf) in den Highlands der Jagd nachgehen und sie mit eingeladenen Freunden genießen konnte. Verteidigungselemente baute er ein, da er ein einflussreicher Adeliger war und es viele in dieser Gegend gab, die seine Macht herausfordern wollten. Seine direkten Nachbarn, die Farquharsons of Invercauld, waren besonders anstrengend. Und 1734 sollten auch sie es sein, die in den Besitz der Burg des Earls of Mar gelangten.

Die Earls of Mar waren Unterstützer von König und Regierung. John Farquharson, der Schwarzer Kolonel, war im Gegensatz zu Ihnen ein Rebell. Er war einer der ersten Jakobiten (einer Gruppe von Regimegegnern, die einen Stuartkönig erneut auf dem Thron wissen wollten). Der Schwarze Kolonel (the Back Colonel) brannte das Braemar Castle 1689 nieder, als der Earl es Regierungstruppen erlaubte, die Burg zur Sicherung vor rebellischen Umtrieben zu nutzen. Erst 1748 wurde die Burg wieder vollständig wiederhergestellt.

Nach der Schlacht von Culloden 1746, die die Herausforderungen der Jakobiten endgültig beendete, stationierte die Regierung überall Soldaten in den schottischen Highlands, um den Frieden zu erzwingen. Die neuen Besitzer des Braemar Castles- die Farquharsons von Invercauld- verpachteten die Burg als Garnison an die Regierung.

Letztendlich, als Frieden einkehrte, wurde die Burg renoviert und als Familiensitz der Farquharsons verwendet. Die Einrichtung, die Sie sehen, stammt aus dieser Zeit.

In den 1960er Jahren wurde das Castle als Besucherattraktion geöffnet,  aber 2007 entschied man sich dazu, die Burg zu  schließen und zu verkaufen.

Die Menschen aus Braemar konnten die Farquharsons überzeugen, sie dem Dorf zu vermieten. Immer noch fehlen 1.000.000 Pfund, um die notwendigen Reparaturen machen zu können, um die Burg auf den notwendigen Standard zu bringen.

Das Dach bedarf schnellstmöglicher Reparatur, der Zementputz muss bearbeitet werden und auch eine neue Küche und vernünftige Toilettenanlagen werden gebraucht.

Wir veranstalten Spendenaktionen, sodass wir die notwendigen Reparaturarbeiten  in Angriff nehmen können und das Braemar Castle auch zukünftigen Generationen von Besuchern offen stehen wird.

 

Der Morgenraum

Hier nahm die Familie ihr Frühstück ein. (3 Modelle der Burg); Am Tisch sitzend ist der zweite Earl of Mar, der die Burg erbaute; ein Porträt des sechsten Earls of Mar, der die Rebellion der Jakobiten von 1715 begann, geschlagen wurde und die Burgen und Braes of Mar verlor. (Braes= Hügel. gemeint ist die Landschaft). Nebenan ist ein kleiner Raum, der als Toilette diente. Hier ist althergebrachtes „Toilettenpapier“ zu bewundern, „Sphagnum Moss“, (Torfmoos), eine Moosart, die in den Highlands wächst.

Das Esszimmer

Ursprünglich als Esszimmer genutzt, waren hier nach der Schlacht von Culloden die Soldaten stationiert. Einige „Fenstergraffitis“- Einritzungen  der Soldaten an den Seiten der   Fenstre zeugen noch von jener Zeit. Das Portrait des aktuellen Laird (Gutsherr) und Chief  (Häuptling)des Farquharson- Clans, Captain Alwyn Farquharson von Invercauld und ebenso das seiner zweiten Ehefrau, Patricia, sind ebenfalls zu sehen.

Das Arbeitszimmer des Gutsherrn

Unter anderem finden Sie hier Photographien des Lairds und seiner ersten Ehefrau, einer Amerikanerin, die die Farbe Schiaparellli Pink in allen Einrichtungsfragen liebte. Sie war der Fashion Editor der Vogue und des Harper´s Bazaar.

Der Zeichenraum

Hier wurden Mitglieder der königlichen Familie unterhalten,- Prinz Charles, die Queen,  Queen Mother und selbst Königin Viktoria.

Das Schlafzimmer des Gutsherrn

Spukt es hier etwa? Schon viele Besucher haben hier die Flucht ergriffen.  In der Mitte des Raumes steht das  alte Himmelbett.  Außerdem ist hier ein „militärischer Reiseschrank“ zu sehen, der dem 13ten Laird mit dem Spitznamen „Pickadilly Jim“ gehörte, der im Krimkrieg kämpfte.  Zugang hat man hier auch zu den zwei Erkertürmchen dieses Raumes.

Der Robert Louis Stevenson Raum

Als R.L. Stevenson 1881 Urlaub in Braemar machte, schrieb er die ersten 16 Kapitel der  Schatzinsel.

Dieser Raum ist ihm daher gewidmet.

Das Gästeschafzimmer

Hier findet sich ein Stück des Plaids von Bonnie Prince Charlie, das er Colonel Anne Farquharson, der Lady Macintosh, nach der Schlacht von Culloden  gegeben haben soll. Sie war es, die den Clan Farquharson gegen den Willen ihres Mannes in die Schlacht führte.

Der Raum des Farquharson Clans

Neben  interessanten Clan Memorabilien ist hier auch eine „Trinket box“, die Mary Queen of Scots  (Maria Stuart)  der Frau des Begründers des Farquharson Clans- Finlay Mhor- gab. Auch zu sehen ist ein Invercauld Highlander Outfit im Farquharson Tartan.

Frau Farquharsons Schlafzimmer

Wohl eines der wenigen Schlafzimmer mit einem Türklopfer.  Auch hier befinden sich zwei Erkertürmchen, Schriftstücke und Kleider der ersten Frau des Laird und, wie in anderen Räumen auch, eine Dienstbotenklingel.

Die Dienstbotentreppe

Auf diesem Treppengang sehen Sie  Replikate von Jacobitischen Waffen, wie sie während der Schlacht von Culloden genutzt wurden und das System der Dienstbotenklingel.

Die Soldatenküche

Im Original hätte sich die Küche durch die ganze Weite der Burg hindurch gezogen. In den 1860er Jahren wurden die Dienstbotentreppe und weitere 11 Räume für die Dienstboten hinzugefügt.

In der jetzigen kleinen Küche sind interessante Küchengegenstände zu sehen, deren Funktion von vielen heutzutage nicht einmal erahnt wird.

Die Gefängnisgrube

Ein Kerker ohne Ausweg, keine Fenster, keine Türen, ohne Luftzufuhr von außen und ohne Sanitäranlagen;

nicht grade ein Ausmaß an Komfort.